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Das freisinnige Blog von Fritz Schmude.

Das Jahrzehnt der Offensichtlichkeit

2020-01-01 18:14
Die Zwanziger Jahre haben begonnen. Dazu denken sich viele Leute nun vieles, und meine Dürftigkeit denkt sich folgendes: Das heute begonnene Jahrzehnt wird für Deutschland

=> Das Jahrzehnt der Offensichtlichkeit <=

In den nun vollendeten Zehner-Jahren war es eine Art Hobby für eine Minderheit, den Niedergang Deutschlands als Wirtschaftsmacht zu kommentieren und zu beklagen. Die Mehrheit hingegen ließ sich willig einlullen, mit Sprüchen wie "wir sind doch so ein reiches Land" oder "wir schaffen das".
Die Mehrheit reagierte entweder gar nicht oder erbost (z.B. mit Nazi-Vorwürfen) auf die Kassandra-Rufe der Minderheit. Wer darauf hinwies, dass der Merkelismus ein Sprung aus dem offenen Fenster war und die scheinbare Sorglosigkeit der letzten 10 Jahre einfach nur die Annehmlichkeit des freien Falls, der wurde im günstigen Fall ignoriert und im ungünstigen Fall angegriffen, degradiert und aus dem öffentlichen Leben entfernt.

Das kritische Reden über den Merkel-Sozialismus wurde so erfolgreich aus den Medien herausgehalten. Das wird auch so weitergehen, aber etwas wird anders sein.
Anders als bisher, wird es für die Normalbürger offensichtlich werden, dass
- Deutschland wirtschaftlich und organisatorisch am Ende ist
- die politische Klasse keine Ahnung von horribile dictu Marktwirtschaft mehr hat
- sie erst recht keinerlei Willen hat, diese wieder einzuführen
- EU, Euro-Inflation, Moslem-Einwanderung, Steuern in Rekordhöhe, Batterieautos u.v.a.m. keine Wege in die Zukunft, sondern einfach nur Verrücktheiten der politischen Klasse sind
- und dass die Medien über all das lügen.

Der Krug wird in diesem Jahrzehnt für alle sichtbar brechen.
Die Bemühungen der politischen Klasse, wenn schon nicht die Probleme, so doch die Sichtbarkeit derselben zu begrenzen, werden keinen Erfolg mehr haben.
Natürlich wird die Medienlandschaft, insbesondere das Quasi-Staatsfernsehen, alles tun, um ihre ideologischen Brüder in den politischen Ämtern zu beschützen.
Merkel und ihre Nachfolger in Geist und Amt haben von dort nichts zu befürchten.

Für die Bürger aber wird es offensichtlich.
Jeder, der nun seinen Arbeitsplatz (z.B. in der Autoindustrie) verliert, wird im Deutschland der 2020er keinen ähnlich guten Job mehr bekommen.
Das Gesundheitssystem wird nicht mehr nur punktuell überlastet sein, es wird schlicht zusammenbrechen, ganz nach seinen großen Vorbildern in Kuba und Venezuela.
Die überalterte und unterbezahlte Ärzteschaft wird teils in Rente gehen, teils sich Alternativen suchen.
In den Städten wird es unmöglich werden, von durch kommunistischen Terror verängstigten Vermietern überhaupt noch etwas vermietet zu bekommen. Einziger größerer Anbieter an Fremde bleibt der Staat, der davon natürlich völlig überfordert ist.
Was während der ersten größeren Stromausfälle passiert, wage ich hier nicht auszumalen, aber eines ist sicher: Es wird auch dem Letzten, dem Staatsdoofsten, dem überzeugtesten Buntsozialisten klar werden, dass irgendetwas schon wieder nicht funktioniert.

Ob der Sozialist dann den Schluss ziehen wird, dass es schon wieder der Sozialismus war, der schon wieder nicht funktioniert hat?

Damit rechne ich nicht. Es war schon immer die Spezialität der Deutschen, mit dem Fahrstuhl bis ganz nach unten zu fahren. Nur wenige werden sich eingestehen, dass das schwarzrotgrüne Weltbild, in dem die Politiker die bessere Welt mit Abschaffung von Grenzen und Rüstung, mit alternativer Energie, "freier" Migration, Genderschwachsinn und vielem anderem Schwachsinn mehr erschaffen, gescheitert ist.
Nur wenige werden Schabowski, die meisten werden Krenz.
Die Schuld an der eigenen kollektiven Blödheit werden die heutigen Täter und Mitläufer bei "den Kapitalisten", "den Rechtspopulisten", den Amerikanern & Briten oder gleich bei den Juden verorten.

Ansätze des Aufwachens


Die Unternehmerschaft in Deutschland hat 10 Jahre lang geschlafen, sich auf dem billigen Euro ausgeruht und sich für die Verantwortungslosigkeit und das Geplapper der Merkelanten nicht interessiert. Einige "Unternehmer" sind sogar so weit gegangen, die Propaganda der DDR 2.0 selbst weiterzuverbreiten (Käser, Zetsche). Vielleicht wird wenigstens das demnächst aufhören. Es wird schon gemunkelt, dass die CDU keine größeren Firmenspenden mehr bekäme. Nun, dafür ist es höchste Zeit. Das hätte 2010 schon passieren müssen.
2010 haben die Merkelanten den Weg der Rechtsstaatlichkeit und der Marktwirtschaft offiziell verlassen, nämlich im Zuge der sogenannten "Euro-Rettung".
Damit, und nicht erst 2015, begann die Herrschaft der linken Ideologie über ganz Deutschland.
Die Migrations-"Politik" von 2015ff war nicht der Beginn des Merkelismus, auch wenn viele Bürger das so empfinden.

Ebenso wie bei den letzten Malen ist auch dieses Mal der Wechsel der USA an die Seite der Gegner der Berliner Ideologenregierung ein sehr entscheidender Faktor.
Kein Amerikaner, der die letzten 10 Jahre nicht unter einem Stein gelebt hat, wird jetzt noch in Deutschland investieren. Deutschland hat 10 Jahre lang alles getan, um Polen, Großbritannien, USA und viele andere gegen sich aufzubringen. Taten haben Konsequenzen. Die Merkelanten werden jetzt endgültig nicht mehr als Freunde angesehen. Das werden meine Landsleute nun deutlich zu spüren bekommen. Die Ermahnung, mehr für die NATO zu tun, ist schon länger keine freundschaftliche, folgenlose Ermahnung mehr. Der Krug ist auch hier zerbrochen!
Die Sanktionen gegen "Northstream", die man als wirtschaftliche und diplomatische Katastrophe bezeichnen muss, sind eine weitere Folge davon, dass die Deutschen am Merkelismus mitsamt seiner Frontstellung gegen die demokratischen Länder festhalten.

Die Zahl der Familien, die bereits ein Opfer der Messermigration zu beklagen haben, steigt unaufhaltsam. Auch am heutigen Neujahrstag gab es einen weiteren Messermord.
Sicher gibt es Familien, die nach einem traumatischen Verlust umso stärker der Regierungsideologie die Treue schwören und auch halten. Derartige menschlich verzeihenswerte aber intellektuell unterirdische Verhaltensweisen gibt es nicht nur heute, sondern es gab sie auch bei den vorigen Malen.
Ich denke aber, dass diese Familien, die dann in den de-facto-Regierungsmedien hochgejubelt werden, die Ausnahme sind.
Es wird schon so sein, dass jeder Mord eines "Schutzsuchenden" an einem (meist: einer) "SchonLängerHierLebenden" Zweifel am bunten Sozialismus schürt.
In Israel war es so, dass die Naivlinge abdanken mussten, als zu viele israelische Familien einen Toten dank islamischem Terror zu beklagen hatten. Die Naivlinge sind bis heute nicht an die Macht zurückgekehrt. Das Aufwachen war irreversibel.

In Deutschland also vereinzeltes Aufwachen, das sich in diesem Jahrzehnt dank der Realität, dieser alten bösen Spaßverderberin, die so hemmunglos auf der linken Gendergerechtigkeits-Party herumpupst, fortsetzen wird. Wie umfangreich wird es sein?

Die Offensichtlichkeit beschränkt sich nur darauf, dass es nicht mehr funktioniert. Warum es nicht mehr funktioniert, dafür wird sich jeder seine private Erklärung basteln, so wie nach den vorigen deutschen Kollektivismen halt auch.

Ich wünsche allen ein gutes Davonkommen (von Refutschies lernen) und möglichst großen Erkenntnisgewinn.

* * *
Kommentare
#2 von "Thomas Eckerlein": 2020-01-02 19:00
Hallo Fritz,
wir kennen uns ja gut aus alten Gründungstagen einer Partei, deren Namen ich nicht nennen möchte und der ich lange nicht mehr angehöre.
Ich war damals sehr pessimistisch was die Zukunft Deutschlands und der Euro-EU angeht, aber so schlimm ist es ja doch nicht gekommen. Es ist eben ein Herumgewurstle, aber die anderen machen es auch nicht besser.
Wir leben eben in einer geopolitisch weitaus instabileren Zeit, als das in unser beider Jugend der Fall war. Dass die Emigration uns heute dank US-geführter Kriege traumatisierte Menschen ins Land spült, ist die Folge davon, aber völlig durchgeknallte Messerstecher sind eben eine sehr, sehr seltene Ausnahme.
Die Muslims, die ich kennengelernt habe, und ich unterhalte mich oft mit ihnen, z.b. beim Taxifahren, haben kein anderes Interesse, als brav ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ihre Familie zu versorgen.
Der Erhalt der Deutschen als "völkische Gemeinschaft" macht mir keine Sorgen. Das haben wir Germanen seit über 2000 Jahren hingekriegt, trotz vielfältiger Einwanderung von allen Seiten, da wir nun mal im inneren Kern Europas beheimatet sind.
Ob Amerikaner bei uns investieren oder nicht, ist nebensächlich, denn Deutschland hat Kapitalüberschuss. Mir macht eher Sorgen, dass andere bei uns zu viel investieren, insbesondere China.
Grüsse, Thomas
#3 von "Fritz Schmude": 2020-01-09 21:58
Hallo Thomas,
nur zum Thema Migration: Die Schuld daran den USA zuzuschieben ist schon sehr gewagt. Unter dem Strich halte ich das Wirken der USA auch im Nahen Osten für positiv, aber das führt jetzt zu weit.
Dass Deutschland aus dem weltweiten Reisemarkt nur eine überaus schädliche Einwanderung von Versorgungssuchern abbekommt, liegt an unserer hausgemachten Kombination aus Sozialstaat und offenen Grenzen. Man kann einen Sozialstaat haben oder man kann offene Grenzen haben. Man kann aber nie beides haben. So sagte Milton Friedman und er hatte und hat natürlich Recht damit.
Dir alles Gute!
fs
2 Kommentare.

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