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FS-Blog

Das freisinnige Blog von Fritz Schmude.

Webmaster Würstchen

2015-10-25 23:34
Stellen wir uns mal vor, wir hätten gerne eine Website für unsere politischen Offenbarungen und bräuchten dafür einen Webmaster, der alle technische Arbeiten daran erledigt.
Natürlich würden wir diesem Menschen das vereinbarte Honorar pünktlich und vollständig bezahlen, ganz wie es unter liberalen Bürgern seit Jahrhunderten üblich ist.
Stellen wir uns anschließend vor, dieser Mensch würde den von uns bezahlten Server dazu benutzen, direkt auf unserer Homepage auf unsere Kosten einen eigenen Erguss, der noch dazu uns persönlich beleidigt und diffamiert, publizieren.
Dies würde in einem Moment passieren, in dem ohnehin schon eine bundesweite Hetzkampagne gegen uns läuft.

Genau dieses ist dem Buchautor Akif Pirincci (AP) dieser Tage passiert.

Sein Webmaster veröffentlichte auf APs Seite ein Pamphlet gegen ihn.
Es nachzulesen lohnt nicht, es ist halt die Wiederholung der Lüge, AP hätte Konzentrationslager befürwortet plus ein Schwall linkes Pathos.
Wessen Masochismus für so einen wirklich schwachen Webmaster-macht-Schreib-Schreib-Text ausreicht, der findet ihn hier:
http://der-kleine-akif.de/2015/10/20/von-der-scham-ein-offener-brief-an-akif-pirincci/

Der Link funktioniert leider nicht zuverlässig, daher poste ich der Vollständigkeit zuliebe den grünlichen Schwachsinn unten noch als Kommentar.

Der Text ist so mies und so typisch für die Zombies in der heutigen Linken, dass ich den Gedanken, AP hätte den Webseiten-Diebstahl als Vertriebsmasche selbst inszeniert, gleich wieder verworfen habe.
Ich gehe also davon aus, dass sich der Webseiten-Diebstahl tatsächlich genau so zugetragen hat.
Dieser Verrat, den Webmaster Würstchen an seinem Kunden begangen hat, macht mich persönlich wütend!

Ich bin seit Jahrzehnten in der IT tätig und hatte technische Verfügungsgewalt über Tausende von Datenbanken, Domains, Webauftritten, allen möglichen Software-Teilen und derlei mehr.
Der Gedanke, diese verliehene Macht zu benutzen, um gegen den jeweiligen rechtmäßigen Eigentümer Stimmung zu machen, wäre mir und allen meinen Kollegen niemals gekommen.
Unzufriedenheiten mit den jeweiligen Eigentümern gab es durchaus, daran fehlte es nicht. Es fehlte aber stets an der kriminellen Energie und Selbstgerechtigkeit, deswegen einen Parteienverrat (so nennt man diese Vorgänge im Anwaltsgewerbe) zu begehen, geschweige denn sich dabei auch noch als Held des bunten Deutschland, von Takatukaland oder von was auch immer zu fühlen.
Was ist nur in diesen Mann gefahren? Hatte die bundesweite Lynch-Stimmung gegen AP und die Versuchung, einer derjenigen zu sein, die an der Spitze der Meute dem zu bestrafenden Einzelnen die entscheidenden Schläge versetzen, so von ihm Besitz ergriffen? Ein einziges Mal berühmt sein als Teil des bunten Mobs?

Wenn Typen wie Torsten U., die gesundes Volksempfinden über Vertragstreue stellen, in Deutschland nach den Medien und der Politik nun auch noch die IT übernehmen, ist in diesem dann ehemaligen Industrieland endgültig das Licht aus.
Ohne Berufsehre kann es kein Wirtschaftsleben geben, ohne Wirtschaftsleben keine Verwirklichungsmöglichkeiten für die Bürger und ohne solche keine Freiheit.
Massenmenschen wie Webmaster Würstchen sind Feinde der Freiheit.

Als standesbewusster IT-ler gebe ich hiermit meiner Hoffnung Ausdruck, dass Torsten U., derzeit wohnhaft in Bonn (kompletter Name und Adresse bekannt) viele Jahre nicht mehr als Webmaster arbeiten möge.

* * *
Kommentare
#1 von "fs": 2015-10-25 23:44
Inhalt des Defacements:

Lieber Akif,

als du mich anriefst, um zu fragen, ob ich deinen Blog aufbauen und betreuen könne, musste ich nicht lange überlegen. Hatte ich dich und dein Wirken doch schon seit einiger Zeit im Blick. Wo andere dich anmaßend und verleumderisch, ja, manche sogar hetzerisch und islamphobisch hielten, hielt ich dich für amüsant und manchmal sogar klug.

Die Bedeutung, die andere dir verliehen haben, sah ich relativiert als ein Fünkchen erheiternder Komödie in einem traurigen Akt um sich greifender gesellschaftlicher Verwerfungen, die einem uns eingeborenen Deutschen tief zu Grunde liegendem Gefühl geschuldet sind, welches du, lieber Akif, leider nicht nachempfinden kannst. Und das ist die Scham.

So kamst du wie gerufen für eine Gruppe Menschen rund um den Verleger Thomas Hoof, der, wie man schnell herausfindet, nicht nur der Gründer des Versandhandels Manufaktum, sondern auch Verleger im mittlerweile ausgegliedertem Manuscriptum Verlag ist. Und nicht nur das. Thomas Hoof ist auch einer dieser selbsternannten Mahner und Aufpasser des neorechten Spektrums. Einer, der sich kümmert um die Zukunft und mahnt vor dem Ende. Seine postapokalyptischen Sehnsüchte werden nun durch dich erfüllt, lieber Akif.

Als du mir erzähltest, wie du deinen Verleger kennengelernt hast, da durchfuhr es mich wie ein Blitz und mir wurde schlagartig klar, was für einen willigen Vollstrecker sie in deiner Person gefunden haben. Denn wie schon damals, so bedienen sich auch heute die im Hintergund die Fäden ziehenden Kreise vor allem einer menschlichen Eigenschaft: der Eitelkeit.

An diesem, leider für alle möglichen Manipulationen anfälligen Makel, haben sie dich, um es mit deinen Worten zu sagen, an den kleinen, spießbürgerlich versifften Eiern gepackt.

Und du wirst es erleben. So schnell, wie sie dich aus der Traufe der relativ unbedeutenden Schriftsteller in eine Bedeutungsebene gezogen haben, die deinem Intellekt keinesfalls entspricht, so schnell lassen sich dich auch wieder hineingleiten in den Modder und der Jauche, die dein Wirken mittlerweile umgeben.

Und wenn wir von der Scham sprechen, die wir Deutsche, vielleicht wie kein anderes Volk auf der Welt, empfinden, und sei es nur unbewußt, dann lass dir von mir sagen, worauf sie gründet.

Darauf, nicht rechtzeitig aufgestanden zu sein und den alles humanistische verleugnenden Elementen in unserer Gesellschaft die Stirn geboten zu haben.

Darauf, weggeschaut zu haben, als nach den Kommunisten und Sozialdemokraten auch die Juden verschwanden.

Darauf, die Welt in einen unvorstellbaren Vernichtungskrieg geführt zu haben und letzten Endes darauf, dann den Heimkehrenden, geflüchteten Landsleuten aus den vom Feind besetzten Gebieten Vertriebenen die kalte Schulter gezeigt zu haben und sie so behandelten, wie deinesgleichen wünschten, wir würden die Flüchtlinge der Gegenwart noch heute behandeln.

Und so schäme ich mich. Ich schäme mich nicht nur fremd, für dich, Freund Akif.

Ich schäme mich für mich. Dafür, dir bei der Errichtung deiner Plattform zur Verbreitung deines Unsinns behilflich gewesen zu sein, in der Hoffnung, dein Intellekt würde es begreifen, als ich dir sagte, dass 95% deiner Leser von rechten und ultrarechten verweisenden Webseiten kämen, und das du deren Hass schürende Vorurteile und Ängste befeuerst, da sie deine Polemik nicht verstehen.

Ich sehe, auch du verstehst nicht.

Lebewohl

Dein Webmaster Torsten

PS.: Du wirst dir wohl einen neuen Webmaster suchen müssen.
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